Adhocracy 1.0

July 21st, 2010 Daniel Reichert No comments

Uns ist aufgefallen, dass unser Server trotz der stetig steigenden Nutzerzahlen stabil und rund läuft. Auch die Funktionen von Adhocracy werden immer besser genutzt. Daher haben wir beschlossen, dass Adhocracy nach nun bald einem Jahr Entwickeln und Testen die Beta-Phase hinter sich lassen soll. Auch wenn es damit noch lange nicht getan ist, freuen wir uns euch heute mitteilen zu können, dass endlich die Version 1.0 von Adhocracy online ging!

Und das natürlich nicht ohne einem ganzen Paket an weiteren Verbesserungen:

  • Vereinfachte Ergänzung der Umsetzung
  • Übersichtlicherer Umsetzungsteil durch Tabs bei den Varianten
  • Individuell einstellbare Listenlängen
  • Persönliche Nachrichten
  • Anpassbares Hauptmenü
  • Möglichkeit zur Trennung von Dokumenten in einen Normen und einem Wiki-Bereich
  • Überschriften für Diskussionen
  • Ausblendbare Kommentare und Diskussionsverläufe
  • Farblich anpassbares Layout in den einzelnen Organisationen
  • Vereinfachte Navigation
  • Ein- und ausblendbare kontextabhängige Hilfe und Tutorials
  • Und einiges mehr

Wir danken allen Nutzern für ihre konstruktive Kritik, die nicht unwesentlich zu den Verbesserungen beigetragen hat. Wir haben noch viele weiterführende Ideen und werden hoffentlich auch weiterhin Anregungen von euch bekommen. Wir sind schon gespannt wie Version 2.0 aussehen wird.

Aber jetzt erstmal viel Spaß beim Klicken auf liqd.net
euer Adhocracy-Team vom liqd e.v.

Open Democracy Camp 2010

May 12th, 2010 admin No comments

Auf dem Open Democracy Camp ging es um die Zukunft von webbasierter politischer Beteiligung von unten

Von Lorenz Matzat

„Die größte Gefahr ist, dass unsere Projekte nur Beteiligung vortäuschen und zu einer Art Kummerkasten verkommen“ hieß es auf dem OpenDemocracyCamp dieses Wochenende in Berlin. Es ging um Partizipation und internetbasierte System für direkte Demokratie. Dabei wird vor allem von „Liquid Democracy“ gesprochen: Jeder kann bei Abstimmungen seine Stimme zu bestimmten Themen an andere Personen delegieren – oder selbst abstimmen. Die Verteilung der eigenen Stimmacht kann jederzeit fließend geändert werden. Per webbasierten Systemen – meinen die Befürworter des Ansatzes – könne diese Idee realisiert werden.

Organisatoren des OpenDemocracyCamps waren der Liquid Democracy e.V. (liqd.de) und das Opendata Network; beides Gruppen, die sich letztes Jahr erst gründeten. Wie auf Barcamps üblich stellten die rund 40 Teilnehmer des OpenDemocracyCamps ihr Programm selber zusammen: Erst wurden Vors chläge für Vorträge kur z präsentiert; gab es Interesse im Publikum an der „Session“ bekam sie Platz im Ablauf. So fanden sich am Samstagmittag 15 Themen, die mal parallel, mal kürzer oder länger präsentiert und diskutiert wurden: Es ging um grundlegende Prinzipien von Basisdemokratie, konkrete Softwareprojekte, Ideenmärkte, Daten-Schnittstellen für Transparenz in Organisationen bis hin zu Idee einer „Open Transport Map“ . Letztere soll Fahrpläne von allen möglichen Verkehrsmitteln zusammenführen und zugänglich machen. Laut dem Ideengeber könne das Vorhaben klappen: „Es gibt einen Haufen Bahn-Nerds“, meinte er. (Siehe auch das Online-Protokoll unter piratepad.net/odc10.)

Zum Teil wurde sehr technisch und abstrakt diskutiert. Kein Wunder bei einer Teilnehmerschar, die vor allem aus Politikwissenschaftlern und Programmieren bestand. Und das – genausowenig überraschend – fast nur aus weißen deutschen Männern bestand. Klar wurde aber, dass es hier um Politik von unten geht. Somit unterscheidet man sich vom Ansatz des „OpenGovernment“, der mehr an einer Optimierung von Verwaltungsabläufen interessiert ist und weniger an politischer Partizipation.

Doch wie macht man die Idee von OpenDemoracy populär und bekannt? So lautet die Frage am Sonntag, der zur Vertiefung von Fragen, die sich am Tag zuvor herauskristallisierten, diente. Neben Aspekten, wie die verschiedenen Partizipationssystem miteinander auch technisch kooperieren können, ging es um das weitere Vorgehen. Einig war man sich, dass die herrschenden politischen Institutionen wie Parteien und Gewerkschaften an einem anhaltenden Legitimationsverlust leiden. Dabei seien in den letzten 30 Jahren Sozialtechniken entstanden, die sowohl offline als auch mehr und mehr online basisdemokratische Debatte und Beteiligung ermögliche. Jetzt gelte es die eigene Idee schmackhaft zu machen, zu zeigen wie die Demokratie-Software „intelligenten und beraten Charakter“ in Institutionen entfalten können. Ein Testlauf im größeren Stil, der als „best practice“ dienen könnte, steht schon bevor: Der Verein „Mehr Demokratie“, der für Volksabstimmungen eintritt, will eine liquid-democracy Lösung für vereinsinterne Debatte einsetzen.

Dass die derzeitgen Beteiligungsmöglichkeiten besagtem Kummerkasten-Syndrom unterliegen, zeigt das Online-Petitionswesen des Bundestags. 70 Petitionen sind dort derzeit offen, fast 900 werden gerade geprüft (siehe petition24.de). Das mag als Gradmesser dafür dienen, dass mehr Einbindung am politischen Prozessen gewünscht ist. Doch die Strukturen der herrschenden Parteien tuen sich schwer damit. Deren jeweiligen Online-Netzwerke bieten zwar viel Raum für Debatte, aber die Rückkoppelung auf die tatsächlichen relevanten Entscheidungen innerhalb der Apparate und in den Parlamenten sind bescheiden.

So überrascht es kaum, dass auf dem OpenDemocracyCamp keine Politiker anzutreffen waren. Kurzsichtig von ihnen – aber verständlich, wenn man bedenkt, dass es auf der Veranstaltung letztlich auch um die Entmachtung bestehender Hierachien ging. Doch die Chance ist nicht vertan, sich als Politiker oder Organisation inspirieren zu lassen: Es soll sich jetzt jeden ersten Donnerstag im Monat unter dem Motto „Everything Open“ um 19 Uhr im Newthink-Store (link) getroffen werden.

(Auch erschienen bei opendata-network.org)

Bald ist es soweit: Open Democracy Camp 2010

April 29th, 2010 Vera No comments

Es sind noch ein paar Plätze frei beim Open Democracy Camp 2010.

Wie kann das Internet für die Demokratie nutzbar gemacht werden? Der schnelle Austausch von Informationen, die nahezu unbegrenzten Partizipations- und Diskussionsmöglichkeiten, die das Internet eröffnet, wurden bisher kaum im politischen Bereich eingesetzt, obwohl Diskurs und Partizipation eines der wichtigsten Elemente einer demokratischen Gesellschaft sind. Das Open Democracy Camp beschäftigt sich mit solchen Möglichkeiten, mithilfe des Internets mehr Demokratie möglich zu machen. Es wird gemeinsam vom Liquid Democracy e.V. und dem Opendata Network e.V. (http://opendata-network.org/) veranstaltet.

Wenn ihr euch also dafür interessiert, wie man das Internet und andere moderne Medien für mehr Demokratie und Transparenz einsetzen kann und ihr Lust auf ein Wochenende in Berlin habt, dann scheint das genau das Richtige für euch zu sein.
Egal, ob man sich eher für die technische Seite, also zum Beispiel für die Entwicklung von Softwareprojekten, die eine demokratische Meinungsfindung ermöglichen, interessiert, oder neue Ideen für die theoretische Konzeptentwicklung von Liquid Democracy hat, es besteht die Möglichkeit, im jeweils passenden Workshop mitzuarbeiten und seine Einfälle mit anderen zu diskutieren und eventuell auch gleich umzusetzen.

Vor allem Organisationen, die innerhalb ihrer eigenen Struktur den Weg der demokratischen Meinungsfindung einschlagen wollen und Entscheidungen leichter gemeinsam treffen möchten, sind herzlich eingeladen, ihre Vorstellungen mit einzubringen und die praktische Anwendung der Softwareideen auszuprobieren.

Nähere Informationen, das Programm und den Link zur Anmeldung gibt es unter: http://wiki.liqd.net/Open_Democracy_Camp_2010

Blog-Wiederbelebung

April 15th, 2010 Vera No comments

Unser Blog soll wieder aktuell und lebendig werden. Wenn du einen Beitrag dazu leisten willst, kannst du um Veranstaltungen anzukündigen und neue Entwicklungen zu verbreiten (und zur Diskussion zu stellen) jetzt einfach eine Email an vera.dicke@liqd.net schreiben – schwupdiswups, wird ein neuer Beitrag draus gezaubert! Natürlich steht es registrierten Benutzern weiterhin frei, eigene Beiträge zu schreiben!

Vortrag beim 26c3

January 4th, 2010 vera 1 comment

Martin und Daniel haben am 28.12.09 beim 26c3 (Chaos Communication Congress) den Direkten Parlamentarismus sowie einige Liquid Democracy-Software-Tools vorgestellt.

Nach dem Talk gab es eine angeregte Diskussion mit dem Publikum – erst im Saal, dann noch bis in die Nacht in anderen Räumen.

Der Vortrag ist online zu sehen – direkt als Stream:

via media.ccc.de
oder zum Download als mp4 in groß und in klein (für iPod o.ä.)
Die Videos stehen unter der Creative Commons NC-ND-2.0-Lizenz.

Vortragstour in Nordrhein-Westfalen

December 10th, 2009 Daniel Reichert No comments

Frederik Wegener und ich (Daniel Reichert) sind vom 12.12 bis zum 16.12.2009 in Nordrhein-Westfalen auf Vortragstour. Eingeladen wurden wir hierzu vom Landesverband NRW der Piratenpartei. Wir danken den Verantwortlichen für die Organisation! Den Auftakt haben wir bereits am 11.12.2009 in Hessen an der TU-Darmstadt, am 17.12.2009 wird Fukami einen Vortrag zum gleichen Thema in  Dortmund halten.
Wir freuen uns sehr auf neue Gesichter und Aspekte.

Die Termine:

Darmstadt
Termin: Freitag, 11.12.
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Hörsaal 123, S1 03, Hochschulstr. 1, Technische Universität Darmstadt

Aachen
Termin: Samstag, 12.12.2009
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Agit Technologiezentrum am Europaplatz

Düsseldorf
Termin: Sonntag, 13.12.2009
Beginn: 17:00 Uhr
Ort: Haus Spilles, Benrather Schloßallee 93

Mönchengladbach
Termin: Montag, 14.12.2009
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Geneickener Bahnhof, Otto-Saffranstr. 102

Münster
Termin: Dienstag, 15.12.2009
Beginn: 19:30 Uhr
Ort: Kulturcafé “Frauenstraße 24″

Bonn
Termin: Mittwoch, 16.12.2009
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Hörsaal 17 der Universität Bonn

Dortmund
Termin: Donnerstag, 17.12.2009
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Zentrum für Gehörlosenkultur e.V.
Huckarder Straße 2-8

Entwickler-Barcamp

November 30th, 2009 vera No comments

Am Samstag fand im Kinski in Berlin-Neukölln das Barcamp für LD-Hacker statt – eingeladen waren vor allem Entwickler, die an verschiedenen Implementationen der Liquid-Democracy-Idee (… oder verschiedener Ideen für neue Formen der demokratischen Zusammenarbeit) arbeiten.

Die Diskussionen gingen zwar von den Implementationen Adhocracy, Liquid Feedback und Votorola aus, drehten sich aber natürlich nicht nur um technische Fragen – immer wieder ging es auch um theoretische Ideen, Konzepte, Unklarheiten und Streitpunkte. So hätte unsere Agenda, die wir am Anfang gemeinsam beschlossen haben, locker für zwei Tage gereicht.

Danke an die Organisatoren und an alle Teilnehmer für spannende Diskussionen, geklärte und neue Fragen (hoffentlich nicht nur bei mir).

Ich freue mich auf das nächste Barcamp (geplant für Januar/ Februar) und auf die weitere Zusammenarbeit!

Notizen aus den Diskussionen gibt es im Wiki.

Barcamp-Termin steht fest

November 22nd, 2009 mhaecker No comments

Er wird am 28.11.2009 in Berlin, voraussichtlich im Kinski (google maps link) stattfinden. Wir wollen Techniker/ Hacker/ Programmierer zusammenbringen, die an Liquid Democracy-Implementierungen arbeiten, um neue Kooperationen anzustoßen, Zusammenarbeit zu vertiefen und technisches Wissen aus den Implementierungen auszutauschen.

Also bringt reichlich technische Ideen, Inhalte und Erfahrungen mit!

Wie bei jedem Barcamp liegt es an den Teilnehmern, das Programm zu gestalten, daher brauchen wir euch.

Mehr Details zum Ablauf, Registrierung und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Wiki.

Wir freuen uns, wenn über den Barcamp gebloggt wird – wir wollen möglichst viele Liquid Democracy-Hacker erreichen.

Barcamp der Liquid Democracy Implementierer

November 10th, 2009 mhaecker No comments

Wollen wir Ende November in Berlin veranstalten.

Mehr Info gibts im Wiki

Vortrag zu Liquid Democracy

October 29th, 2009 mhaecker 2 comments

Am 7. November ist es wieder soweit, Florian Bischof, Daniel Reichert und ich (Martin Häcker) werden in der C-Base einen Vortrag halten und den aktuellen Stand unseres Konzeptes vorstellen.

Stattfinden wird die Veranstaltung in der C-Base von 16:00 bis 19:00 Uhr und Ihr seid alle herzlich eingeladen.

Bis zum 7. November!

Update:

Neben der Vorstellung des aktuellen Standes unseres Konzepts und einer hoffentlich intensiven Diskussion darüber werden wir diesmal einen besonderen Fokus darauf legen, verschiedene Tools von anderen Entwicklern/ Vereinen vorzustellen, die bestimmte Aspekte des Direkten Parlamentarismus bereits verwirklichen. (Teils zeigen wir die Tools, teils werden das auch deren Entwickler selbst übernehmen).

Links zu den anderen Projekten:

Adhocracy

Liquid Feedback

Votorola